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Reifenwechsel am eigenen Auto durchführen

© Marika / pixelio.de

Der letzte Winter war ungewöhnlich lang und das Wetter wurde durch starke Temperaturschwankungen geprägt. Normalerweise werden Winterreifen von Oktober bis Ostern gefahren. Diese alte Faustregel konnte diese Jahr nicht angewendet werden, da die Temperaturen um Ostern noch um den Gefrierpunkt lagen. Die Werkstätten, die Termine für den Reifenwechsel anbieten, wurden mit Stornierungen überhäuft, denn ein Wechsel auf Sommerreifen bei Temperaturen unter 5 Grad und immer wiederkehrendem Niederschlag war nicht zu verantworten.

Zeit für Sommerreifen

Die Zeit des Reifenwechsels hat sich im Schnitt in etwa um vier Wochen verschoben. Die geringen Temperaturen wurden durch einige Tiefdruckgebiete aus Skandinavien konstant tief gehalten. Als die Kaltfront dann letztendlich verschwand waren die Schlangen an den Werkstätten nicht zu übersehen. Reifenwechsel und Reifeneinlagerungen sind stets ein Geschäftsfeld, welches regelmäßig und gern vom Konsumenten genutzt wird. Abgesehen von diesem Jahr werden die Termine so gelegt, dass die Wechseltermine in der Osterwoche liegen. Wintersportler, die mit dem Auto weiter in die Berge fahren, sollten den Termin natürlich zeitlich so legen, dass die Winterreifen im Urlaub noch auf dem Fahrzeug sind. Autofahrer, die lange Wartezeiten vermeiden wollten und keinen Termin bei einer Werkstatt bekommen haben, blieb nichts anderes übrig, als die Reifen selbst zu wechseln.

Autoreifen selbst montieren

Alle Reifen können natürlich auch in eigener Arbeit montiert werden. Hierzu wird lediglich ein Wagenheber und im Besten Fall ein Drehmoment-Schlüssel benötigt. Der Drehmomentschlüssel dient dazu, der Reifenmutter den richtigen Halt zu geben. Eine Reifenmutter, die zu fest angezogen ist, kann sich bei einer Laufleistung von mehreren Tausend Kilometern festsetzen und die Felge beschädigen. Eine Mutter, die nicht ausreichend fest angezogen ist, wird keine Sicherheit im Straßenverkehr bieten können. Insbesondere beim Verkauf des Fahrzeugs sind die vermeidbaren Schäden, wie beschädigte Felgen, ärgerlich und wirken sich negativ auf den Verkaufspreis des Fahrzeugs aus. Besonders dann, wenn Sie das Auto nicht an Privatpersonen verkaufen, sondern das Auto ankaufen lassen, wird diese Fahrlässigkeit schnell aufgedeckt. Um die Wertminderung zu verhindern hilft ein Blick in die Unterlagen des PKW. Im Handbuch des Fahrzeugs oder in der Informationsbroschüre zu montierten Alufelgen findet sich der korrekte Wert zur Einstellung des Drehmoments. Im Normalfall ist ein Drehmoment von etwa 110 NM einzustellen, um den richtigen Halt der Muttern zu erreichen, ohne die Felgen zu beschädigen.