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Winterreifenpflicht

Die falschen Reifen können teuer werden
Winterreifen-Pflichten

Die Pflicht für Winterreifen trat als Gesetzgebung zum 04. Dezember 2010 in Kraft. Bis dahin richteten sich Autofahrer meist nach der O bis O Regel und zogen die Winterreifen im Oktober, bis eine Woche nach Ostern auf. Das Gesetz regelt nun eine einheitliche Handhabung, egal ob der Autofahrer in einem schneereichen Gebiet oder in einer eher schneearmen Region lebt. Vom 01. November bis zum 30. März herrscht die Winterreifenpflicht, deren Zuwiderhandlung bußgeldrechtlich geahndet wird.

Hohe Kosten bei Zuwiderhandlung in der Winterreifenpflicht

Nicht nur Schnee und Eis, sondern auch winterliche Temperaturen lassen die Haftung der Sommerreifen auf der Fahrbahn einschränken. Aus diesem Grund gibt es spezielle Winterreifen, die vom Material her den kalten Temperaturen, sowie der rutschigen Fahrbahn in der dunklen Jahreszeit angepasst sind. Es spielt durch die Gesetzgebung keine Rolle, ob Schnee liegt oder ein trockener Winter vorherrscht. Autofahrer die nach dem 01. November mit Sommerreifen von der Polizei kontrolliert werden, zahlen eine Strafe nach dem Bußgeldkatalog und haben sich der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer schuldig gemacht. Auf bussgeldkatalog.org finden Autofahrer mehr Informationen zum Bußgeld und der Ahnung, die zwangsläufig bei jeder Zuwiderhandlung erfolgt und zum Versicherungsschutz, der bei Unfällen mit falscher Bereifung ebenfalls erlischt.

Winterreifen oder M&S Bereifung?

Die Winterreifenpflicht kann der Autofahrer nur umgehen, in dem er sich für sogenannte Ganzjahresreifen entscheidet. Die als M&S - für Matsch und Schnee - bezeichneten Reifen, können anhand ihrer Materialbeschaffenheit und des Profils das ganze Jahr über gefahren werden. Der Nachteil bei M&S Reifen äußert sich in:

  • einem höheren Spritverbrauch
  • der geringeren Zulassungsgeschwindigkeit
  • der lauteren Fahrgeräusche
  • der im Vergleich zu Winterreifen geringeren Haftung auf der Straße
  • dem schnelleren Verschleiß durch ganzjährige Nutzung. 

 

M&S Reifen lohnen sich tatsächlich nur für Autofahrer, die verhältnismäßig kurze Strecken zurücklegen und wenig fahren. Vielfahrer profitieren von der Ersparnis durch einen Satz ganzjährig zugelassener Reifen nicht und müssen in Kauf nehmen, dass sie im Sommer mehr Sprit als mit wirklichen Sommerreifen verbrauchen und so nicht effizient und kostensparend fahren. In der Haftung bei einem Unfall auf winterlichen Straßen, zählen Reifen für Matsch und Schnee als Winterbereifung und nehmen so keinen negativen Einfluss auf den Versicherungsschutz des Autofahrers. Häufig nutzen Autofahrer M&S Reifen aus Kostengründen und möchten sich die Anschaffung eines separaten Reifens, sowie die Zeit für den Reifenwechsel sparen. Da die Reifen in der ganzjährigen Nutzung aber schneller verschleißen, ist eine wirkliche Ersparnis nicht zu erkennen. 

Durch Winterreifen Unfälle vermeiden

Auf nassen und rutschigen Fahrbahnen können Sommerreifen keinen Halt bieten. Das gröbere Profil, sowie die speziellen Fahreigenschaften der Winterreifen tragen dazu bei, dass das Fahrzeug auch auf verschneiter, eisglatter oder matschiger Straße eine sichere Haftung hat und beim Bremsen wie gewünscht reagiert. Da Autofahrer diese Details vor dem Eintreten der Winterreifenpflicht häufig vernachlässigten, wurde die Verantwortung des Autofahrers per Gesetz geregelt und in die STvO, sowie in den Bußgeldkatalog aufgenommen. Bei einem Unfall ohne Winterreifen verweigert die Versicherung innerhalb der vom Gesetzgeber vorgegebenen Zeitspanne die Kostenübernahme, auch wenn die Bereifung nicht als Ursache für den Unfall verantwortlich ist und dieser aus anderen Gründen passierte.